17 Feb 2017

in Heizungs-Check lohnt sich

txn. Etwa sechs bis acht Monate im Jahr müssen Gebäude in Deutschland beheizt werden, warmes Wasser wird das ganze Jahr über benötigt. Deshalb sollte ein Heizkessel möglichst effizient arbeiten und nur die Wärme bereitstellen, die im Haus tatsächlich genutzt wird.

Für Eigenheimbesitzer empfiehlt sich daher der sogenannte Heizungs-Check durch einen Fachmann aus dem SHK-Handwerk. Die Maßnahme lohnt sich besonders bei älteren Heizsystemen gleich mehrfach. Denn während der etwa einstündigen Prüfung stellt der Profi nicht nur fest, in welchem Zustand sich Kessel, Rohrleitungen und Heizkörper befinden, sondern erkennt auch Schwachstellen und Einsparpotenziale. Gut zu wissen: Diese Ergebnisse sind objektiv, denn die Bewertungskriterien und die Vorgehensweise beim Check sind genormt.

Nachdem die Ergebnisse ausgewertet sind und der ausführliche Inspektionsbericht vorliegt, wird in einem Beratungsgespräch geklärt, ob die alte Heizung optimiert werden sollte – oder ein kompletter Austausch sinnvoll ist.

Foto: ZVSHK/txn

Informationen zum Heizungs-Check gibt es im Internet unter www.wasserwaermeluft.de.

Heizungstausch ist sinnvoll

Eine alte Heizung verbraucht nicht nur unnötig viel Energie, sondern ist seit Jahresbeginn verboten, wenn sie vor 1985 eingebaut wurde. Betroffene Eigenheimbesitzer und Vermieter, die im letzten Jahr untätig geblieben sind, müssen nun kurzfristig handeln – sonst drohen sogar Geldstrafen. Aber: Dank des Einsparpotenzials moderner Heizsysteme rechnet sich ein Austausch oft schneller, als viele denken.

Wer sich einen Überblick über die Vor- und Nachteile der einzelnen Heizsysteme verschaffen möchte, findet im Internet
unter www.wasserwaermeluft.de
ausführliche Informationen. Dort gibt es mit dem Effizienzcheck online auch ein praktisches Tool, um das individuelle Einsparpotenzial beim Heizen selbst zu berechnen.

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Mit Jahresbeginn endete die Frist zum Nachrüsten alter Heizungen. Wer wissen möchte, ob der eigene Heizkessel betroffen ist, sollte Kontakt mit dem SHK-Fachmann vor Ort aufnehmen.

txn-Foto: nikkytok/panthermedia

Ausnahmen bei der Austauschpflicht

txn. Seit Jahresanfang dürfen Heizkessel, die vor 1985 in Ein- oder Zweifamilienhäuser aber auch in Miethäusern eingebaut wurden, nicht mehr betrieben werden. So sieht es die aktuelle Energieeinsparver­ordnung (EnEV) vor, und die Maß­nahme ist sinnvoll: Denn alte Heizungen verbrauchen zu viel Heizenergie und belasten die Umwelt ganz erheblich. Stichtag für den Austausch war der 1. Januar 2015. Wer nicht nachrüstet, muss mit Geldbußen rechnen. Allerdings gibt es Ausnahmen.

• Brennwertkessel und Niedertemperaturkessel haben einen hohen Wirkungsgrad und sind daher von der Austauschpflicht nicht betroffen – auch wenn sie älter als 30 Jahre sind. Sogenannte Konstanttemperaturkessel, die vor 1985 eingebaut wurden, müssen jedoch ausgetauscht werden.

• Ebenfalls von der Regelung ausgenommen sind Anlagen, die ausschließlich der Warmwasserbereitung dienen, oder Küchenherde und Geräte, die den Raum, in dem sie sich befinden, beheizen.

• Auch Heizkessel, die unter vier und über 400 KW Leistung bringen, sind ausgenommen.

• Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern sind von der Austauschpflicht befreit, wenn sie bereits am 1. Februar 2002 das Eigenheim oder eine Wohnung in einem Zweifamilienhaus selbst genutzt haben. Allerdings: Kommt es zu einem Eigentümerwechsel, endet die Befreiung von der Austauschpflicht. Der neue Besitzer muss den alten Kessel dann innerhalb von zwei Jahren durch ein neues Heizsystem ersetzen.

Wer einen alten Heizkessel betreibt und sich über das Baujahr unsicher ist, sollte den SHK-Fachmann vor Ort aufsuchen. Der Profi informiert über das Alter und den Typ der bestehenden Anlage und weiß, ob diese austauschpflichtig ist. Zudem berät er zu modernen, energieeffizienten Systemen und übernimmt sowohl Einbau als auch Wartung.

txn-Foto: Ewald Fröch/fotolia.com

Austauschpflicht für alte Heizungen seit Jahresbeginn

Worauf Hauskäufer achten müssen

txn. Der Countdown begann schon früh im letzten Jahr: Viele Öl- oder Gasheizungen, die älter als 30 Jahre alt waren, mussten laut Energieeinsparverordnung (EnEV) bis Anfang 2015 ausgetauscht werden. Wichtig für Hauskäufer: Die Austauschpflicht wird nachgeführt. Das heißt: Auch in den kommenden Jahren müssen alle Heizkessel, die älter als 30 Jahren sind, gegen energiesparende neue Modelle ersetzt werden. Wer sich für eine Gebrauchtimmobilie interessiert, sollte daher wissen, wann die Heizung installiert wurde, denn der verpflichtende Austausch ist oft vorprogrammiert. Betroffen sind Konstanttemperaturheizungen, die entweder mit Öl oder mit Gas betrieben werden. Doch es gibt auch Ausnahmen: Brennwert- und Niedrig­temperaturkessel zum Beispiel und Heizkessel mit weniger als vier bzw. über 400 Kilowatt Leistung dürfen weiter betrieben werden.

Die neuen Besitzer eines älteren Ein- oder Zweifamilienhauses sollten sich daher im eigenen Interesse mit einem SHK-Fachmann vor Ort in Verbindung setzen. Er kann genaue Angaben darüber machen, wie alt der Heizkessel ist und ob die Anlage erneuert werden muss. Auch zu effizienten Heiztechniken, modernen Brennwertgeräten und staatlichen Förderungen berät der Profi. Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es im Internet unter
www.wasserwaermeluft.de.

 

 

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txn. Wer den Kauf eines älteren Ein- oder Zweifamilienhauses plant, sollte das Gespräch mit dem SHK-Fachmann suchen. Dieser kann vor Ort klären, wie alt der Heizkessel ist, ob er den Vorgaben der Energieeinsparverordnung entspricht oder unter die Austauschpflicht fällt.

ZVSHK-Foto: ArTo/fotolia.com